Renaud Héléna – Dungeons

02.-11. Februar 2018

In seiner Ausstellung Dungeons zeigt Renaud Héléna eine neue, von Brettspielen inspirierte Serie Zeichnungen.

Jedes seiner Werke offenbart eine in sich geschlossene Welt, die sich aus dem imaginären Kosmos vorheriger Installationen speist. Diesmal wählt er jedoch einen neuen Ansatz, indem er erstmals Tusche mit Gouache und Text kombiniert. Die in den Arbeiten festgehaltenen Landschaftsfragmente wirken zugleich fremd und vertraut, verharren zwischen Alltäglichem und Fantastischem, dort wo verlassene Parkplätze und Selbsthilfepraktiken auf Wahrsagerei und Einkaufszentren etc. treffen. Die Arbeiten rekurrieren zwar auf reale Brettspiele, doch, als wären ihre Regeln verborgen, bestehen die Abbildungen/Objekte nur noch aus bloßen Spielfeldern, Farbcodes, Zeichnungen und Zeichensystemen.

Ein „Dungeon“ bezeichnet im Spielvokabular das Urbild eines imaginierten geschlossenen Raums. Ein Ort, den wir bewusst betreten, um die Zwänge des Alltags hinter uns zu lassen. In der Hoffnung auf Abenteuer erkunden wir ihn und folgen seinen Regeln und Bestimmungen. Ähnlich verhält es sich mit dem Konzept des „White Cube“, einem „kontextfreien Ort, der Zeit und sozialen Raum beim Rezipieren der Kunstwerke ausklammern soll.“1 Neutralität wird zur Spielregel. Renaud Héléna schlägt eine weitere Form des Ausstellungsraums vor, in der sowohl ästhetische als auch ludische Erfahrungsebenen aufeinandertreffen. Zusätzlich präsentiert er eine von Text-Adventures inspirierte Textsammlung und veranstaltet einen Abend mit Lesungen und Spielen.

ENG

Renaud Héléna’s exhibition Dungeons showcases a newly created series of drawings inspired by board games.

Each piece depicts a unique world derived from the artist’s imaginary universe which he has worked with in his previous installations. Now he is taking a new approach, combining ink drawing, gouache and writing. Caught between the mundane and the fantastic, the works represent landscape fragments which are both strange and familiar, where abandoned parking lots, self-help methods, divinatory practices, shopping malls, etc. merge together. The works refer to actual board games, but, as if their rules were hidden, these images/objects now only consist of squares, color codes, drawings and sign systems.

In gaming vocabulary, a “dungeon” is an archetypal imaginary closed space. It is the place we enter when we choose to step outside the constraints of ordinary existence. Following the rules and determinations of the game, we explore it hoping to find adventure. This can also be applied to the white cube. “[It] is conceived as a place free of context, where time and social space are thought to be excluded from the experience of artworks.”1 Neutrality becomes the rule of the game. Renaud Héléna proposes another use of the exhibition space in which both aesthetic and ludic experiences meet. He presents an additional series of writings inspired by text adventures and proposes an evening of readings and gameplay.

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