Monat: Januar 2018

Renaud Héléna – Dungeons

2.2.-11.2.2018

Vernissage: Fr. 2.2. 18:00 – 23:00 / Finissage: So. 11.2. 18:00 – 21:00

In seiner Ausstellung Dungeons zeigt Renaud Héléna eine neue, von Brettspielen inspirierte Serie Zeichnungen.

Jedes seiner Werke offenbart eine in sich geschlossene Welt, die sich aus dem imaginären Kosmos vorheriger Installationen speist. Diesmal wählt er jedoch einen neuen Ansatz, indem er erstmals Tusche mit Gouache und Text kombiniert. Die in den Arbeiten festgehaltenen Landschaftsfragmente wirken zugleich fremd und vertraut, verharren zwischen Alltäglichem und Fantastischem, dort wo verlassene Parkplätze und Selbsthilfepraktiken auf Wahrsagerei und Einkaufszentren etc. treffen. Die Arbeiten rekurrieren zwar auf reale Brettspiele, doch, als wären ihre Regeln verborgen, bestehen die Abbildungen/Objekte nur noch aus bloßen Spielfeldern, Farbcodes, Zeichnungen und Zeichensystemen.

Ein „Dungeon“ bezeichnet im Spielvokabular das Urbild eines imaginierten geschlossenen Raums. Ein Ort, den wir bewusst betreten, um die Zwänge des Alltags hinter uns zu lassen. In der Hoffnung auf Abenteuer erkunden wir ihn und folgen seinen Regeln und Bestimmungen. Ähnlich verhält es sich mit dem Konzept des „White Cube“, einem „kontextfreien Ort, der Zeit und sozialen Raum beim Rezipieren der Kunstwerke ausklammern soll.“1 Neutralität wird zur Spielregel. Renaud Héléna schlägt eine weitere Form des Ausstellungsraums vor, in der sowohl ästhetische als auch ludische Erfahrungsebenen aufeinandertreffen. Zusätzlich präsentiert er eine von Text-Adventures inspirierte Textsammlung und veranstaltet einen Abend mit Lesungen und Spielen.

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